Psychiatrische Untersuchung

Beinhaltet die Untersuchung der Bewusstseinslage, der Orientierung, des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit, des Denkens, der Wahrnehmung incl. der Selbstwahrnehmung, der Gefühls- und Stimmungslage, des Verhaltens, der Psychomotorik und des Antriebs. 
Hierbei werden u.a. auch Informationen zur eigenen Krankheitsvorgeschichte, der Familiengeschichte, der psycho-sozialen Entwicklung und der aktuellen Lebenssituation mit einbezogen.

Diagnose und Therapie psychischer Erkrankungen und seelischer Leidenszustände

  • Erschöpfungssyndromen (Burnout)
  • Affektive Störungen (Depression, Manie)
  • Psychosomatischen Erkrankungen
  • Dementielle Erkrankungen M. Alzheimer
  • Schmerzsyndrome
  • Angst- und Panikstörungen
  • Zwangsstörungen
  • Schizophrenie
  • Krisenintervention
  • Akute oder chronische Lebenskrisen (z.B. Beziehungskrisen)
  • Krisen im Beruf (z.B. Mobbing, Burnout)
  • Vermittlung in geeignete Kliniken
  • Angehörigenberatung

Prinzipiell sind bei allen 
psychischen Problemen 
Abklärungen möglich. Im Rahmen eines Erstgespräches wird gemeinsam mit Ihnen ein Therapieplan erstellt, der die unterschiedlichen Behandlungsmethoden (verhaltensmedizinische Maßnahmen, medikamentöse Begleittherapie, Entspannung…) beinhaltet.
Für spezielle diagnostische Fragen besteht
 eine enge Zusammenarbeit mit Psychologen.

Biologische Psychiatrie

Ausgangspunkt der modernen Behandlung mit Medikamenten ist die Erkenntnis, dass psychische Erkrankungen meist mit einer Veränderung der Konzentration von Botenstoffen (Transmittern) im Gehirn einhergehen. Psychopharmaka sind Medikamente, die über eine Veränderung dieser Botenstoffkonzentrationen im Gehirn ihre spezifische Wirkung entfalten.

4 verschiedene Klassen von Medikamenten kommen zum Einsatz:

Antidepressiva
 (keine Gefahr der Gewöhnung oder Abhängigkeit) diese Substanzen wirken in erster Linie über die Transmitter Serotonin und Noradrenalin. Sie wirken gegen Depressionen, Angst und Panik.

Antipsychotika 
(keine Gefahr der Gewöhnung oder Abhängigkeit) wirken hauptsächlich auf das Gleichgewicht des Botenstoffes Dopamin. Sie werden einerseits zur Behandlung von psychotischen Zuständen (Erleben verzerrter Wahrnehmung), sowie zur Stabilisierung bei Stimmungsschwankungen eingesetzt.

Antiepileptika 
diese eigentlich für die Behandlung der Epilepsie gefundenen Substanzen zeigen ebenfalls gute Erfolge als Stimmungsstabilisatoren.

Tranquilizer (Beruhigungsmittel)
dienen zur kurzfristigen Behandlung von Angst, Unruhe und Spannungszuständen, bei länger dauernder Einnahme besteht die Gefahr der Gewöhnung und Abhängigkeit (Sucht).

Compliance

Wichtig ist prinzipiell, wie bei jeder anderen Form der medikamentösen Therapie, die regelmäßige Einnahme der Medikamente wie vereinbart. 
Häufig bestehen jedoch Zweifel über und Schwierigkeiten bei der Einnahme der Medikamente. Diese sollten ebenso wie beobachtete Nebenwirkungen mit dem Arzt ehrlich besprochen werden. Nur so kann eine Basis des Vertrauens und gegenseitigen Verstehens zwischen Arzt und Patient bestehen.

Psychotherapie

Gespräche sind die Grundlage jeder therapeutischen Arbeit und in diesem Sinne ist jedes ärztliche Gespräch von psychotherapeutischer Geisteshaltung geprägt. Psychotherapie ist nicht Therapie der Seele, sondern Therapie über seelische Mittel und muss dem Anspruch einer umfassenden Verbesserung auf somatischer, psychischer und sozialer Ebene gerecht werden.