Neurologie

Die Neurologie ist die Lehre vom Nervensystem. Sie beschäftigt sich mit Erkrankungen der im Körper verlaufenden (peripheren) Nerven, die zum Beispiel für die Wahrnehmung von äußeren Reizen oder die Tätigkeit der Darmmuskulatur verantwortlich sind. Außerdem befasst sie sich mit dem zentralen Nervensystem, das aus dem Gehirn und dem Rückenmark besteht. Es gibt viele Erkrankungen, die eine Untersuchung durch den Neurologen notwendig machen. Dazu zählen sowohl plötzlich auftretende, als auch länger anhaltende Beschwerden wie Kopfschmerzen, Hirndurchblutungsstörungen, Vergesslichkeit, Schlaganfall, “Ischias”, eingeklemmte Nerven, Taubheitsgefühl, aber auch chronische Erkrankungen, die einer andauernden Behandlung bedürfen, wie beispielsweise Epilepsie, Multiple Sklerose oder die Parkinson’sche Krankheit.

Psychiatrie

Das medizinische Fachgebiet der Psychiatrie befasst sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention psychischer Erkrankungen. Zu Letzteren zählen beispielsweise affektive Erkrankungen (depressive, manische Stimmungslage), Persönlichkeitsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Schizophrenien (Wahrnehmungs- und Denkstörungen), Abhängigkeitserkrankungen, aber auch neurotische Erkrankungsbilder, Angststörungen, Zwänge sowie somatoforme Erkrankungen und Belastungsreaktionen. Die neurobiologischen Vorgänge des menschlichen Gehirns und die Entstehung psychischer Erkrankungen sind multifaktoriell bedingt und äußerst komplex. Oft ist eine adäquate Behandlung auch mehrschichtig. Zur medikamentösen Behandlung stehen uns immer mehr moderne, nebenwirkungsärmere Psychopharmaka zur Verfügung, die Fehlregulationen im Gehirn ausgleichen können und oft auch unverzichtbar auf dem Weg zur Genesung sind. Psychische Beschwerden treten häufig auch im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen oder Schmerzzuständen auf oder bedingen sich gar gegenseitig. Dann ist es wichtig, sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden adäquat zu behandeln.

Spezielle Therapieangebote

Botulinumtoxin ist ein Nervengift, das in der Medizin vor allem zur effektiven Behandlung von Dystonien und spastischen Lähmungen eingesetzt wird. Aufgrund der der großen Bekanntheit im Rahmen der Schönheitschirurgie kennt man Botulinumtoxin mittlerweile besser unter seinem Präparatnamen „Botox“.

Die spezielle Behandlungsmethode der Botulinumtoxintherapie wird bei Bewegungsstörungen eingesetzt. Das ist beispielsweise beim muskulären Schiefhals, beim Schreibkrampf oder beim Krampf der Augenlider („Blepharospasmus“) der Fall. Auch bestimmte Formen von Spastik, beispielsweise nach Schlaganfall, können mit Botulinumtoxin behandelt werden. Das Medikament wird dabei in die Muskulatur injiziert und führt zu einer Reduktion der übermäßigen Muskelaktivität für etwa drei Monate.

Wir sind von der ÖGN als regionales MS- Zentrum zertifiziert. Wichtig sind uns: Gemeinsame Beratung und Betreuung der Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose zusammen mit einem gut ausgebildeten Team. So verfügen zwei unserer medizinischen Fachangestellten über eine Weiterbildung zur Betreuung von MS-Patienten. Die Bereitstellung der modernen Diagnostikverfahren erfolgt mittels evozierter Potenziale. Zudem arbeiten wir in engen Kooperation mit den örtlichen radiologischen Praxen bezüglich der modernen kernspintomographischen Diagnostik. Dazu gehört auch eine zeitnahe Terminvergabe.

Notfalltermine bei akutem Krankheitsschub zur Infusionstherapie mit Kortikoiden („Cortison“) sind immer möglich. Wenn notwendig gute Kooperation mit den regionalen Zentren für die stationäre klinische Therapie (LKH-Rankweil).

Die bekannteste Schädigung der peripheren Nerven ist das sogenannte „Karpaltunnelsyndrom“. Das ist eine Einklemmung des sogenannten Medianusnerven am Handgelenk, die Gefühlsstörungen und Schmerzen (besonders auch nachts) in der Hand verursacht. Die moderne Diagnostik und Beratung bezüglich der Therapie des Karpaltunnelsyndroms ist uns selbstverständlich. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer, teils auch sehr seltener Nervenschädigungen im Gesicht, am Rumpf sowie an den Armen und Beinen. Die moderne elektrophysiologische Diagnostik (Elektromyographie und Elektroneurographie) steht uns auf hohem Niveau zur Verfügung.